Brandschutzbekleidung in Trockenbau an Decke und Wänden, daneben das alte Holztragwerk
Brandschutz & Trockenbau · Thurgau & Ostschweiz

Brandschutz und Trockenbau im Bestand im Thurgau und in der Ostschweiz.

Wer umbaut, ausbaut oder umnutzt, muss den Brandschutz oft neu denken, besonders in alten Häusern mit Holzdecken, offenen Treppenhäusern und verwinkelten Dachräumen. Milan Bau Art führt Brandschutzbekleidungen, Brandschutzwände und Trockenbau im Bestand aus: nach dem Konzept des Brandschutzplaners, mit geprüften Systemen und fotografisch dokumentiert, bevor etwas hinter einer Verkleidung verschwindet.

Unverbindlich · persönliche Rückmeldung

Brandschutz & Trockenbau
Im Bestand
Nach Brandschutzkonzept
Dokumentiert
Warum im Bestand

Wann Brandschutz beim Umbau zum Thema wird.

In einem bestehenden Gebäude gelten die Anforderungen an den Brandschutz nicht nur für Neubauten. Oft lösen erst die geplanten Veränderungen neue Anforderungen aus.

Brandschutz ist bei uns meist Teil eines Dachausbaus, eines Umbaus oder einer Nutzungsänderung – und wird mit allen anderen Arbeiten abgestimmt.

Massgebend sind die Schweizer Brandschutzvorschriften der VKF und das Brandschutzkonzept für Ihr Gebäude.

Freigelegtes Holztragwerk im Bestand vor dem Aufbau der Brandschutzbekleidung
  • Dachausbau: Neue Wohnräume unter dem Dach brauchen sichere Fluchtwege und je nach Situation brandschutztechnisch wirksame Bauteile.
  • Neue Wohneinheit: Eine Einliegerwohnung oder eine Wohnungsteilung verlangt Brandabschnitte zwischen den Einheiten und kann Anforderungen an das Treppenhaus auslösen.
  • Nutzungsänderung: Wird aus einem Lager Wohnraum oder aus einer Wohnung eine Praxis, ändern sich die Anforderungen.
  • Holzkonstruktionen: Balkendecken, Dachstühle und Holztragwerke in Scheunen müssen je nach Nutzung geschützt oder bemessen werden.
  • Hotel und Gewerbe: Beherbergungsbetriebe und öffentlich zugängliche Räume haben erhöhte Anforderungen.
Wer macht was

Planung und Ausführung, klar getrennt.

Brandschutzfachplaner

Erstellt das Brandschutzkonzept, legt die Anforderungen an Bauteile, Fluchtwege und Brandabschnitte fest und erbringt die Nachweise.

Milan Bau Art

Führt die geforderten Bauteile aus: Bekleidungen, Wände, Decken und Anschlüsse, mit geprüften Systemen und exakt nach Vorgabe. Wir koordinieren den Brandschutz mit allen anderen Gewerken auf der Baustelle.

Behörde und Qualitätssicherung

Prüfen und bewilligen das Konzept. Je nach Grösse und Nutzung des Gebäudes gelten unterschiedliche Stufen der Qualitätssicherung im Brandschutz, mit einer verantwortlichen Person für die Qualitätssicherung.

Klare Abgrenzung

Wir planen keinen Brandschutz und stellen keine Nachweise aus. Wir sorgen dafür, dass das Geplante auf der Baustelle genau so umgesetzt wird.

Leistungen Brandschutz

Was wir im baulichen Brandschutz ausführen.

Fertig beplankte Dachschräge mit sichtbarem Balken vor dem Innenausbau

Brandschutzbekleidungen für Holzbauteile

Bekleidung von Holzbalkendecken, Dachschrägen, Stützen und Trägern, zum Beispiel beim Dachausbau oder bei der Trennung von Wohneinheiten.

Beplankung einer Brandschutzwand mit versetzten Stössen

Brandschutzwände und -decken im Trockenbau

Raumabschliessende Wände und Decken zur Bildung von Brandabschnitten, zum Beispiel zwischen Wohnungen oder zu Treppenhäusern.

Schachtbekleidung mit Leitungen vor dem Verschliessen

Schacht- und Installationswände

Brandschutztechnisch wirksame Verkleidungen von Leitungsschächten.

Abgeschottete Leitungsdurchdringung in einer brandabschnittsbildenden Wand

Abschottung von Leitungsdurchdringungen

Leitungen, die ein brandabschnittsbildendes Bauteil durchdringen, werden mit dem vom System vorgegebenen Aufbau abgeschottet, wie im Primarschulhaus Riethüsli.

Brandschutzbekleidung beim Dachausbau mit sichtbar belassenem Balken

Brandschutzbekleidungen für Stützen und Träger

Bekleidung tragender Bauteile, auch von Stahlträgern und Stützen, etwa nach dem Entfernen tragender Wände.

Detail einer Rohrdurchführung durch die Brandschutzbekleidung

Anschlüsse an den Bestand

Übergänge zwischen neuer Bekleidung und alten Bauteilen, Rohr- und Leitungsdurchführungen – dort, wo sich die Wirkung eines Brandschutzaufbaus entscheidet.

Trockenbau

Trockenbau für Umbau und Ausbau.

Trockenbau ist im Bestand oft die beste Lösung: leicht, schnell, flexibel und ohne zusätzliche Feuchtigkeit im Gebäude.

Umbau & Komplettsanierung · Dachausbau · Innenausbau & Oberflächen

  • Trennwände: neue Raumaufteilungen, auch mit erhöhtem Schallschutz
  • Vorsatzschalen und Installationswände: für Leitungen, Bäder und Küchen
  • Abgehängte Decken: für Haustechnik, Akustik und Brandschutz
  • Dachausbau: Bekleidungen von Dachschrägen und Kniestöcken
  • Feuchträume: Unterkonstruktionen und Platten für Bäder und Nasszellen
  • Akustik: Lösungen für Büros, Praxen, Hotels und Wohnräume
Wie wir arbeiten

Brandschutz verzeiht keine Improvisation.

Die Wirksamkeit eines Brandschutzbauteils hängt nicht von einer einzelnen Platte ab, sondern vom ganzen System: Unterkonstruktion, Plattentyp, Anzahl Lagen, Befestigung, Fugen und vor allem Anschlüsse.

Unterkonstruktion mit Steinwolle im Bodenaufbau nach freigegebenem Systemaufbau

Geprüfte Systeme

Wir verwenden Systemaufbauten mit gültigem Nachweis und mischen keine Komponenten verschiedener Systeme.

Anschluss der Brandschutzbekleidung an das bestehende Holztragwerk und die Türzarge

Anschlüsse und Durchdringungen

Die meisten Schwachstellen entstehen dort, wo Wände an Decken anschliessen oder Leitungen durchgeführt werden. Diese Details stimmen wir vorab mit dem Brandschutzplaner und den Haustechnik-Gewerken ab.

Fotodokumentation des Brandschutzaufbaus im Boden unmittelbar vor dem Verschliessen

Dokumentation vor dem Schliessen

Wir fotografieren Aufbau, Befestigung und Anschlüsse, bevor sie verkleidet werden.

Unterlagen für die Abnahme

Sie erhalten Produktangaben, Systemnachweise und Fotodokumentation für die Qualitätssicherung im Brandschutz und für spätere Umbauten.

Feuerwiderstand verständlich

Was EI 30, EI 60 und EI 90 bedeuten.

Die Feuerwiderstandsklasse gibt an, wie lange ein Bauteil im Brandfall seine Funktion erfüllt, gemessen in Minuten:

  • R (Tragfähigkeit): Das Bauteil trägt weiter.
  • E (Raumabschluss): Flammen und heisse Gase dringen nicht durch.
  • I (Wärmedämmung): Die abgewandte Seite erwärmt sich nicht zu stark.

Eine Wand mit EI 30 muss also mindestens 30 Minuten raumabschliessend und wärmedämmend bleiben. Welche Klasse ein Bauteil in Ihrem Gebäude braucht, legt das Brandschutzkonzept fest.

Brandverhalten von Materialien

In der Schweiz werden Baustoffe zusätzlich nach ihrem Brandverhalten eingeteilt, von RF1 (kein Brandbeitrag) bis RF3 (zulässiger Brandbeitrag). Holz ist brennbar, kann aber durch Bekleidungen oder eine entsprechende Bemessung trotzdem die Anforderungen erfüllen.

Die Klasse gilt für den ganzen Aufbau

Die Klasse gilt für den geprüften Gesamtaufbau, nicht für eine einzelne Platte. Eine «EI 30-Platte» allein macht noch keine EI 30-Wand.

Typische Situationen im Altbau

Brandschutz dort, wo es im Bestand knifflig wird.

Wird ein Haus in zwei Einheiten geteilt, muss die Decke dazwischen oft einen Feuerwiderstand erreichen. Häufig ist eine Bekleidung von unten die Lösung, die zugleich den Schallschutz verbessert.

Sichtbares Holz und Brandschutz schliessen sich nicht aus. Je nach Anforderung kann der Ingenieur die Balken so bemessen, dass sie ohne Bekleidung genügen, oder es werden nur einzelne Bauteile bekleidet. Beim Dachausbau in Frauenfeld blieben die Originalbalken sichtbar, die tragende Holzkonstruktion wurde nach dem Konzept der Fachplanung mit Fermacell bekleidet.

Dachausbau

Eine zusätzliche Wohnung kann Anforderungen an das bestehende Treppenhaus auslösen, etwa an Wände, Türen und Oberflächen.

Grosse Volumen aus Holz verlangen ein Konzept, das Brandschutz und Charakter des Gebäudes vereint.

Scheunenumbau

Brandschutzmassnahmen in Korridoren und Zimmern müssen etappenweise ausgeführt werden, während Fluchtwege jederzeit funktionieren.

Hotel- & Gewerbesanierung

Brandschutz im Altbau

Ablauf

Vom Konzept zum abgenommenen Bauteil.

  1. Konzept prüfen

    Wir lesen das Brandschutzkonzept und klären offene Punkte mit dem Fachplaner.

  2. Systeme und Details festlegen

    Auswahl der geprüften Aufbauten, Abstimmung der Anschlüsse und Durchdringungen mit allen Gewerken.

  3. Ausführung

    Montage nach Systemvorgabe unter persönlicher Bauleitung.

  4. Dokumentation

    Fotos vor dem Schliessen, Produkt- und Systemangaben.

  5. Abnahme

    Übergabe der Unterlagen für die Qualitätssicherung und die Abnahme.

FAQ

Häufige Fragen zu Brandschutz und Trockenbau

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten sie gerne persönlich – am Telefon oder per Nachricht.

Das hängt von Gebäude, Nutzung und Umfang ab. Bei Dachausbauten mit neuen Wohnräumen, neuen Wohneinheiten, Nutzungsänderungen oder Gewerbebauten ist Brandschutz fast immer ein Thema. Wir klären das früh und ziehen bei Bedarf einen Brandschutzfachplaner bei.

Nein. Das Konzept und die Nachweise erstellt ein Brandschutzfachplaner. Wir koordinieren ihn im Rahmen des Projekts und führen die Massnahmen aus.

Die Zahl gibt an, wie viele Minuten ein Bauteil im Brandfall raumabschliessend und wärmedämmend bleibt. Welche Klasse nötig ist, legt das Brandschutzkonzept fest.

Nicht immer. Je nach Anforderung und Querschnitt können Holzbauteile auch ohne Bekleidung genügen. Das beurteilt der Ingenieur beziehungsweise der Brandschutzplaner.

Ja. Wir führen Brandschutzbekleidungen und Trockenbau auch als Einzelleistung nach Ihren Plänen aus.

Weil Brandschutzbauteile nach dem Verkleiden nicht mehr sichtbar sind. Fotos und Systemangaben belegen später, was eingebaut wurde, für die Abnahme, für Versicherungen und für künftige Umbauten.

Brandschutz, der hält, was geplant ist.

Brandschutz und Trockenbau im Bestand.

Ob als Teil Ihres Umbaus oder als Ausführungsauftrag für Planer: Wir setzen Brandschutz im Bestand sorgfältig und nachvollziehbar um.